Am Erker 60

Michel Houellebecq: Ich habe einen Traum

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Dumont Verlag
Michel Houellebecq

 
Rezensionen
Michel Houellebecq: Ich habe einen Traum
 

Lau und langweilig
Frank Lingnau

Was macht eigentlich Kultautor Michel Houellebecq? Gern erinnern wir uns an seinen famosen Erstlingsroman Ausweitung der Kampfzone, an sein umstrittenes Werk Elementarteilchen, an die kleinen und großen von ihm initiierten literarischen Skandale. Das scheint lange her. Deshalb gibt es jetzt, wie Houellebecqs deutscher Verlag DuMont  metaphernreich annonciert, neue "Expeditionen ins Herz der Gesellschaft" mit "messerscharfen Analysen". Heftige Debatten wird dieser Band mit bisher in Deutschland nicht erschienenen Interviews, Briefen und Essays Houellebecqs,  in denen er wieder einmal über Lektüreerfahrungen, den Feminismus und seine Position zum Islam schwadroniert,  jedoch nicht auslösen. Dass der Verlag diese lauen, langweiligen und schlecht geschriebenen Texte veröffentlicht, wäre der eigentliche Skandal.

 
Michel Houellebecq: Ich habe einen Traum. Neue Interventionen. Aus dem Französischen von Hella Faust. 109 Seiten. DuMont.  Köln 2010. € 17,95.
 
 
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Am Erker 66

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